Dienstag, 16. April 2024
MEHR

    Veranstaltungen

    Streik im Nahverkehr: Arbeitgeber bieten sofortige Fortsetzung der Verhandlungen an

    Mit Schreiben vom 21. März 2024 forderte der Kommunale Arbeitgeberverband Sachsen-Anhalt die Gewerkschaft zur sofortigen Beendigung der bis zum 24. März 2024 geplanten Warnstreiks und zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. Gleichzeitig wurden der Gewerkschaft mehrere Verhandlungstermine noch in dieser Woche angeboten. Die Gewerkschaft reagierte hierauf ablehnend und führte die Streiks – wie geplant – fort.

    „Diese Reaktion zeigt, dass die Gewerkschaft nicht ernsthaft an einer Deeskalation des Tarifkonfliktes interessiert ist. Der von ver.di immer wieder bemühte Vergleich mit den Einkommensverhältnissen in den Nahverkehrsunternehmen in Sachsen und Thüringen liegt neben der Sache. Zum einen liegt das letzte Arbeitgeberangebot für Beschäftigte im Fahrdienst nach mehrjähriger Tätigkeit lediglich 75,- € (Brutto) unter dem in Sachsen geltenden Entgeltniveau. Zum anderen betonen wir nochmals, dass sich die finanziellen Rahmenbedingungen in jedem Bundesland anders darstellen und gerade deshalb in jedem Bundesland gesondert verhandelt wird. Vor diesem Hintergrund stellen sich die Warnstreiks als völlig unverhältnismäßig dar.“, so Diana Häseler-Wallwitz, Verbandsgeschäftsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Sachsen-Anhalt.

    Das aktuelle Arbeitgeberangebot bedeutet nach mehrjähriger Tätigkeit ein Monatseinkommen:

    • bei Haustechnikern oder Rangierfahrern (EG 4): 3.365,- €
    • bei Beschäftigten im Fahrdienst mit Personenbeförderung mit FiF/BKF (EG 5): 3.550,- €
    • bei Sachbearbeitern (EG 9): 4.485,- €
    • bei Ingenieuren mit besonderen Aufgaben (EG 11): 5.467,- €

    Über Themen, wie den Kündigungsschutz, den Krankengeldzuschuss oder die freiwillige Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit wurde bisher nicht verhandelt. (PM KAV)

    Unsere WhatsApp-Kanäle schon abonniert?
    News: WSM - Wir sind Magdeburg
    Veranstaltungen: WSM - Veranstaltungstipps

    Kommentieren Sie den Artikel

    Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
    Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

    Weitere News

    NEWS