Freitag, 19. April 2024
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    Medikationsanalyse verhilft zu mehr Arzneimittelsicherheit

    Kennen Sie eigentlich Ihren gesetzlichen Anspruch auf besondere Betreuung in Ihrer Apotheke? Wer beispielsweise regelmäßig fünf oder mehr Arzneimittel einnimmt, kann dort einen Medikationscheck vornehmen lassen. Ebenso werden Beratungen zum richtigen Inhalieren von Asthmamedikamenten, die Betreuung von Patienten nach Organtransplantationen oder oraler Antitumortherapie bei Krebserkrankungen speziell in Ihrer Apotheke angeboten. Sogar eine regelmäßige Blutdruckkontrolle gehört zum möglichen Leistungsspektrum.

    „Bis heute wissen viel zu wenig Menschen von dieser intensiven Betreuungschance durch die Apotheke vor Ort. Dabei können wir gerade bei Patienten, die mehrere verschiedene Arzneimittel einnehmen müssen, viel zu einer wirksamen und sicheren Anwendung beitragen. Manchmal erfahren wir von Patienten, dass sie die eine oder andere Tablette einfach weg lassen, weil sie schon so viele schlucken müssen. Aber wir wollen und müssen genauer hinschauen. Nicht nur die Vermeidung von unerwünschten Wirkungen, sondern auch die Therapietreue sind wichtige Faktoren der Arzneimittelsicherheit“, erklärt Dr. Jens-Andreas Münch, Präsident der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt.

    Apotheken als Gesundheitsfürsorge der Bevölkerung

    Und er ergänzt: „Manchmal reicht es aus, dass wir noch einmal verständlich erklären, wofür welches Arzneimittel eingenommen werden muss und warum da nur eine regelmäßige Einnahme zu mehr Lebensqualität und Vermeidung von Spätfolgen verhelfen kann.“

    Weil Apotheken niedrigschwellige und kompetente Anlaufstellen für die Gesundheitsfürsorge der Bevölkerung sind, wollte der Gesetzgeber, dass Apotheken ihre Patientinnen und Patienten bei Gesundheitsfragen noch stärker unterstützen. So wurden bereits 2022 die neuen pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) in die Apotheken gebracht. „Wir haben in den letzten Jahren unsere Apothekerinnen und Apotheker zu dieser Thematik intensiv geschult. Nun gehen wir in die Werbe-Offensive, um den Menschen diese besonders intensive Betreuung näher zu bringen“, so Präsident Dr. Münch.

    Geschaffen wurde dafür ein emotionaler Werbefilm, welcher verdeutlicht, wie die Apotheke vor Ort ihren Patienten hilfreich zur Seite stehen kann. Der 20-sekündige Spot erzählt die Geschichte von Anna. Sie blickt zurück auf ihr Leben als chronisch kranke Mutter und zeigt auf, dass ihr die pDL in der Apotheke gerade in zunehmendem Alter eine wertvolle Hilfestellung  zur Verbesserung ihrer Lebensqualität darstellen.

    Parallel zum Spot wurde eine Patienten-Homepage www.pharmazeutische-dienstleistungen.de veröffentlicht. Diese gibt weitreichende Informationen zu den pDL und ihren positiven Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung. Besucher können sich durch sechs Fragen klicken und so herausfinden, ob und welche der pharmazeutischen Zusatzleistungen für sie infrage kommen. Dabei werden die pDL kurz vorgestellt und in Videos erklärt.

    Dr. Münch: „Wir wollen mit dieser Kommunikationsoffensive zeigen, dass die Apotheke vor Ort mehr ist, als reine Arzneimittelabgabe. Die Gesundheit unserer Patienten liegt uns am Herzen, weshalb wir die pharmazeutischen Dienstleistungen noch stärker in unseren Alltag einbinden werden.“ (PM Apothekerkammer Sachsen-Anhalt)

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