Donnerstag, 29. Februar 2024
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    Japanischer Botschafter zum Antrittsbesuch im Alten Rathaus in Magdeburg

    Oberbürgermeisterin Simone Borris hat heute den japanischen Botschafter, S. E. Hidenao Yanagi, im Alten Rathaus empfangen. Während seines Besuches trug sich der Diplomat in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein. Es war die mittlerweile fünfte Eintragung eines politischen Vertreters Japans in Magdeburg.

    Hidenao Yanagi wurde am 16. Oktober 1958 in Tokyo geboren. Er absolvierte im März 1982 sein Studium an der Fakultät für Kultur- und Geisteswissenschaften der Universität Tokyo mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen. Bereits im April desselben Jahres trat er in das Außenministerium ein und begann seine Karriere im diplomatischen Dienst.

    Im Laufe seiner Karriere hat Hidenao Yanagi verschiedene Positionen bekleidet, darunter als Botschaftssekretär in den Botschaften von Japan in Österreich und in Deutschland. Er war auch in verschiedenen Abteilungen des japanischen Außenministeriums tätig, darunter in der Wirtschaftsabteilung, der Asienabteilung und der Abteilung für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Zudem wirkte er als Gesandter in der Botschaft von Japan in Indien und als Generalkonsul am Japanischen Generalkonsulat in München. Im Dezember 2020 wurde er zum außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter von Japan in Deutschland ernannt.

    Als Symbol der engen Beziehungen zu Japan wird die Landeshauptstadt gemeinsam mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt, dem Verein Otto pflanzt! und den Oldies for Future Magdeburg am 6. August im Rahmen der Organisation “Mayors for Peace” einen Gingkobaum auf der Grünfläche der Städtepartnerschaften am Askanischen Platz enthüllen. Der Ableger der 2. Generation der Bäume, die den Atombombenabwurf auf Hiroshima überlebt haben, wird auf die Bedeutung des Friedens aufmerksam machen und die Bemühungen für eine atomwaffenfreie Welt unterstützen. An der Veranstaltung wird auch der Kulturattaché der japanischen Botschaft, Yasuhiro Kitaura, teilnehmen.

    Die Organisation “Mayors for Peace” wurde 1982 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters von Hiroshima, Takeshi Araki, gegründet. Seit 1985 ist Magdeburg Mitglied dieses Bündnisses. Dem Netzwerk gehören mittlerweile fast 8.000 Städte in über 160 Ländern an. Gemeinsam setzen sie sich durch Projekte, Initiativen und politische Partizipation für das Ende der Weiterentwicklung, Produktion und Tests von Atomwaffen ein.

    Beziehungen zwischen Magdeburg und Japan Die intensiven Verbindungen zwischen der Landeshauptstadt und Japan reichen bis in die DDR-Zeit zurück. 1974 gestalteten die Bildhauer Gerhard Rommel und Karl-Günter Möpert die Stele der Völkerfreundschaft auf der Anhöhe des Lukashügels.

    Gerhard Rommel gestaltete zur Mahnung an die Atombombenabwürfe der USA in Hiroshima und Nagasaki 1981 ein Duplikat der Stele aus Marmor für den “Park des Friedens” in Nagasaki als Geschenk der DDR an die Universitäts- und Hafenstadt. An der Stele der Völkerfreundschaft in Magdeburg wiederum liegt unter einer Platte aus bruchsicherem Glas ein Stein aus Nagasaki. Der Stein stammt aus der am 9. August 1945 zerstörten Stadt. Von dort wurde er nach Magdeburg gebracht.

    Seit 1993 besteht die Deutsch-Japanische-Gesellschaft (DJG) Sachsen-Anhalt e.V. mit Hauptsitz in Magdeburg. Die DJG organisiert regelmäßig abwechslungsreiche Ausflüge, Vorträge und Veranstaltungen mit Japan-Bezug. Im Jahr 2013 gründete die DJG die Taiko-Gruppe “Akaishi Daiko Deutschland”. Parallel dazu entwickelte sich an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg eine lebendige wissenschaftlich-technische Kooperation mit der Niigata University in Japan. Zahlreiche Studierende und Hochschullehrende nehmen regelmäßig an Austauschprogrammen teil. Darüber hinaus leben derzeit rund 20 japanische Familien in Magdeburg.

    Hintergrundinfos zum Goldenen Buch der Landeshauptstadt Magdeburg Das Goldene Buch der Stadt gibt es seit 1931. Eingerichtet wurde es während der Amtszeit von Oberbürgermeister Hermann Beims. Mitglieder des Magistrats trugen sich am 10. Mai 1931 als Erste in das Buch ein. Die Einträge aus der Zeit zwischen 1931 und 1949 sind nicht mehr auffindbar.

    Von 1949 bis 1985 gab es ein Erinnerungsbuch, in das sich Gäste der Stadt eintrugen. Seit 1985 wird das Goldene Buch in der Tradition von 1931 weitergeführt. Der Eintrag ist eine Ehrung für Persönlichkeiten, die die Stadt besuchen oder sich in besonderer Weise um Magdeburg verdient gemacht haben.

    Eine Liste der Persönlichkeiten, die sich im Goldenen Buch seit 1990 eingetragen haben, ist im Internet verfügbar. (PM LH MD)

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