Sonntag, 3. März 2024
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    FREIE BAUERN: Schluss mit dem Preisdruck durch Billigimporte aus der Ukraine!

    Die FREIEN BAUERN, Interessenorganisation der bäuerlichen Familienbetriebe, haben ein sofortiges Einfuhrverbot für Getreide, Mais, Raps und Sonnenblumen aus der Ukraine gefordert. „Statt lautstark über Hunger als Waffe zu lamentieren, sollte Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir lieber dafür Sorge tragen, dass unsere heimische Landwirtschaft nicht wehrlos dem Preisverfall aufgrund ukrainischer Billigimporte ausgesetzt wird“, sagte Ralf Ehrenberg von der Bundesvertretung der FREIEN BAUERN.

    „Wir fragen uns, warum Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und die Slowakei in der Lage sind, ihre Betriebe vor den Marktverwerfungen durch die Blockade der Schwarzmeerroute zu schützen und der deutsche Landwirtschaftsminister schaut tatenlos zu, wie massiv gesunkene Preise unsere ökonomische Stabilität untergraben.“

    Der 52jährige Ackerbauer aus dem hessischen Ziegenhagen hat vor zwei Wochen mit der Getreideernte begonnen und sieht sich bei der Vermarktung seiner Gerste jetzt mit Preisen konfrontiert, die rund ein Drittel unter denen des Vorjahres liegen: „Das passt nicht zusammen mit den hohen Vorkosten vom Herbst und Frühjahr, besonders für Dünger und Diesel. Wenn wir die Versorgung der Bevölkerung aus eigener Produktion sichern wollen, brauchen wir wieder ein Mindestmaß an Außenschutz, sonst lohnt der Anbau in Deutschland nicht mehr.“

    Den FREIEN BAUERN geht es nicht darum, den Export ukrainischer Getreideüberschüsse auf dem ohnehin teureren Landweg zu verhindern, versichert Ehrenberg: „In dieser angespannten Situation muss der Transit zu den Ostseehäfen selbstverständlich möglich bleiben, damit die Ware von dort aus in die wirklich bedürftigen Länder Afrikas verschifft werden kann. Wir wollen nur nicht, dass die großen Agrarhändler hierzulande sich vorher für kleines Geld die Läger vollmachen, um die Preise zu drücken.“

    Durch Polen etwa könne das Getreide derzeit problemlos in verplombten Waggons transportiert werden, wodurch sichergestellt wird, dass es nicht den heimischen Markt schädigt. Eine entsprechende Regelung verlangen die FREIEN BAUERN jetzt auch für Deutschland.

    Dass Getreide in der Ukraine kostengünstiger produziert werden kann als in der Europäischen Union liegt nicht nur an den guten Böden, sondern vor allem an den geringeren sozialen und ökologischen Standards, kritisiert Ehrenberg: „In der ukrainischen Landwirtschaft herrschen riesige Agrarkonzerne vor. Bei uns längst verbotene Pflanzenschutzmittel werden großflächig und unkontrolliert eingesetzt – damit können und wollen wir nicht konkurrieren.“

    Auch aus Sicht des Verbraucherschutzes sei die zu Kriegsbeginn erteilte und inzwischen bis Mitte 2024 verlängerte Einfuhrerlaubnis deshalb in Frage zu stellen, meinen die FREIEN BAUERN. Ehrenberg: „Wenn Özdemir einen Rest grünes Gewissen hat, muss er den Import jetzt genauso unterbinden wie seine osteuropäischen Amtskollegen.“ (PM FREIE BAUERN Deutschland)

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