Dienstag, 16. April 2024
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    Auszubildende des Klinikums Magdeburg absolviert Praxisteil in Griechenland

    Die Sprache? Kannte sie nicht. Das Land? Vorher noch nie betreten. Trotzdem hat sich Sabrina Riemann nicht davon abhalten lassen, den Wahlpflichteinsatz am Ende ihrer Pflegeausbildung in Griechenland zu absolvieren. Während viele Azubis diesen im eigenen Unternehmen – etwa in der Notaufnahme oder auf Station – abschließen, war für Riemann klar: Sie will sehen, wie es woanders abläuft. Und so ist die 41-Jährige für einige Wochen ins Krankenhaus von Rethymnon gewechselt.

    „Wir versuchen stets, uns auf jeden Auszubildenden individuell einzustellen und zu schauen, was wir möglich machen können. Natürlich kann da auch jemand ins Ausland, wenn alle Einzelheiten geklärt sind“, sagt Praxisanleiter Tim Kiery. Ganz ohne Sprachkenntnisse hat Riemann u.a. Einblicke in die Orthopädie, Chirurgie, Notaufnahme und in den OP erhalten. „Das war da unten aber auch gar kein Problem“, so Riemann.

    „Alle waren herzlich und höflich. Die haben sich einfach gefreut, dass ich da bin, um zu helfen, auch, wenn die Kommunikation teils in Englisch, teils mit Händen und Füßen ablief.“ Und trotzdem oder vielleicht genau deshalb habe sie dort gelernt: Viel kommunizieren ist der Schlüssel, damit man es im Leben weniger schwer hat. „Es war toll, weil man überall mit offenen Armen empfangen wurde. Eine Hierarchie war dort nicht spürbar, das hat die Kommunikation zusätzlich erleichtert.“

    Klinik in Griechenland | Foto: Klinikum Magdeburg gGmbH

    Die Arbeit sei aber schon anders gewesen. „Pflegetätigkeiten wie das Waschen übernehmen dort die Angehörigen der Patienten“, erklärt Riemann. „Dafür erfolgt z.B. die Blutentnahme durch das Pflegepersonal und nicht durch die Ärzte.“ Auch gebe es dort keine festen Teams – Personal wird schlicht nach Bedarf verteilt. Der Dienstplan wird wöchentlich geschrieben. „Bei uns im Klinikum schreibt man ja bis zu drei Monate im Voraus den Plan, um den Mitarbeitenden Planungssicherheit zu garantieren. An so Kleinigkeiten merkt man, wie gut man es hat.“

    Nun, zurück im eigenen Haus, habe sie tausend Ideen fürs Klinikum im Gepäck. „Ich bin sehr dankbar für die Erfahrung“, so Riemann. Neben Manuela Thor (Kursbegleitung) wurde sie durch ihre Pflegeschule WBS in dem Entschluss gestärkt. Unterkunft und Flug wurden durch das Austauschprogramm Erasmus finanziert. Die Unterkunft und den Flug hatte das EU-Programm Erasmus finanziert. Um die Verpflegung vor Ort musste Riemann sich dann selbst kümmern. (PM Klinikum Magdeburg gGmbH)

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