Dienstag, 16. April 2024
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    Unwetterwarnung für Magdeburg und Umgebung | 22.06.23 (17 Uhr) bis 23.06.23 (4 Uhr)

    Stand: 22.06.2023 | 15 Uhr

    Ab dem späten Nachmittag ziehen von Südwesten einzelne schwere Gewitter auf. Diese können lokal mit heftigem Starkregen mit Mengen um 40 l/qm in einer Stunde, Sturmböen bzw. schweren Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 75 und 100 km/h (Bft 9-10) und Hagel mit Korngrößen um 3 cm einhergehen.

    Örtlich ist die Bildung einzelner Tornados nicht ausgeschlossen. In der zweiten Nachthälfte der Nacht zum Freitag nimmt die Unwettergefahr von Westen her langsam ab.

    ©️ Deutscher Wettersienst (dwd)
    ©️ Deutscher Wetterdienst (dwd)

    Wetterlage deutschlandweit

    Heute im Tagesverlauf vielerorts schwere Gewitter und teils heftiger, mehrstündiger Starkregen, nachts vor allem noch die Osthälfte betreffend, danach rasche Wetterberuhigung.

    Entwicklung der Wetter- und Warnlage:

    Ein kleines Tief zieht heute und in der Nacht zum Freitag über die Mitte Deutschlands ostwärts und sorgt in Verbindung mit schwül warmer bis heißer Subtropikluft für eine Schwergewitterlage. Nachfolgend setzen sich bei zunehmendem Hochdruckeinfluss etwas kühlere Luftmassen durch.

    Gewitter/Starkregen:

    Etwa der Mittagszeit, vom west- und südwestdeutschen Mittelgebirgsraum ausgehend einzelne Gewitter, Richtung Nordbaden/Rheinland-Pfalz/Hessen, am Nachmittag auch noch eventuell nach Franken und Thüringen ziehend. Lokal eng begrenzt mit Starkregen, Sturmböen und Hagel, Unwetter nicht ausgeschlossen.

    Dazu den Mittagsstunden in NRW aufkommende und im Tagesverlauf langsam nordostwärts nach Niedersachsen und bis an den Hamburger Raum heran ausweitende, schauerartige Regenfälle. Eingelagert bzw. südlich daran anschließend mitunter kräftige Gewitter. Dabei bis in die Nacht zum Freitag hinein wiederholt und teils über mehrere Stunden heftiger Starkregen bis 40 l/qm. In einem Zeitraum von 6 bis 12 Stunden strichweise Gesamtmengen von 40 bis 80 l/qm, punktuell über 100 l/qm.

    Ansonsten am Nachmittag im Süden und Südwesten aufkommende Gewitter, die rasch Unwetterpotenzial erreichen und bis zum Abend über die Mitte bis in den Osten vorankommen. Lokal heftiger oder extrem heftiger Starkregen von 25 bis 50 l/qm in kurzer Zeit, schwere Sturmböen bis 100 km/h (Bft 10) und großer Hagel bis 5 cm Korngröße wahrscheinlich. Dabei auch Orkanböen bis 120 km/h (Bft 12) möglich, extreme Orkanböen um 140 km/h sowie sehr großer Hagel bis 7 cm nicht ausgeschlossen. In einem Streifen vom östlichen Nordrhein-Westfalen über Hessen bis nach Unterfranken, Thüringen und das südliche Sachsen-Anhalt erhöhte Tornado-Gefahr!

    ©️ Deutscher Wetterdienst (dwd)

    In der Nacht zum Freitag vor allem von Bayern bis nach Sachsen-Anhalt anfangs noch schwere Gewitter, dabei weiterhin (extrem) heftiger Starkregen wahrscheinlich, bezüglich Orkanböen und Großhagel aber abnehmende Unwettergefahr. In der zweiten Nachthälfte nach Osten abziehende Gewitter. Zudem von Ostniedersachsen und dem Hamburger Raum ostwärts nach Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg verschiebender Streifen mit schauerartigen, teils gewittrigen Regenfällen. Dabei bis Freitagvormittag strichweise 30 bis 50 l/qm innerhalb von 6 bis 12 Stunden.

    Am Freitag etwa von Vorpommern bis nach Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie weiter östlich zunächst gebietsweise schauerartige Regenfälle, vereinzelt auch Gewitter. Lokal eng begrenzt dabei nochmals Starkregen möglich. Nachmittags und abends allmählich ostwärts abziehende Niederschläge.

    Hinweis: Eine Vorabinformation vor schweren Gewittern und heftigem Starkregen ist in Kraft!

    Wind/Sturm:

    Heute bis zum Nachmittag bzw. an den Alpen Föhn, dabei auf exponierten Gipfeln Stürmböen bis 85 km/h (Bft 9). Am Nachmittag im Westen und Südwesten auch unabhängig von den Gewittern auffrischender, auf Nordwest drehender Wind. Dabei steife, exponiert bzw. in den Kammlagen stürmische Böen bis 70 km/h (Bft 7-8), auf exponierten Gipfeln Sturmböen bis 80 km/h (Bft 9). In der Nacht zum Freitag ostwärts zur Mitte und in den Süden verlagerndes Windfeld.

    Am Freitag etwa von Brandenburg bis nach Bayern zunächst noch lebhafter Nordwestwind mit steifen Böen, in den Kam- und Gipfellagen der Mittelgebirge auch stürmische Böen bzw. Sturmböen, nachmittags und abends abnehmender Wind.

    Dies ist ein Hinweis auf eine Wetterlage mit hohem Unwetterpotential. Er soll die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen.

    Gewitter mit den genannten Begleiterscheinungen treten typischerweise sehr lokal auf und treffen mit voller Intensität meist nur wenige Orte. Genauere Angaben zu Ort, Gebiet und Zeitpunkt des Ereignisses können erst mit der Ausgabe der amtlichen Warnungen erfolgen. Bitte verfolgen Sie die weiteren Wettervorhersagen mit besonderer Aufmerksamkeit. (Quelle: Deutscher Wetterdienst)

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