Samstag, 15. Juni 2024
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    Magdeburger Spielplatz Wedringer Straße wird für 330.000 € saniert

    Seit Ende August wird der „Polar-Spielplatz“ in der Wedringer Straße unter dem Motto „Reise um die Welt“ neu gestaltet. Im Auftrag des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg (EB SFM) werden auf einer Fläche von 2.600 Quadratmetern für rund 333.000 Euro unterschiedliche Spielbereiche für verschiedene Altersgruppen entstehen.

    „Durch die Sanierung des Spielplatzes in der Wedringer Straße wird einem wichtigen Ort des Quartiers ein neues Gesicht verliehen. Ich freue mich, dass hier mit dem neuen Spielplatzthema die Vielfältigkeit des Stadtteils berücksichtigt wird“, erklärt Oberbürgermeisterin Simone Borris zum Sanierungsbeginn.

    „Unser Ziel war es, im Zuge der Planung mit einem interkulturellen Beteiligungsprojekt Kinder und Jugendliche aus dem Quartiert zu beteiligen und dadurch zielgerichtete Angebote in die Gestaltung des Spielplatzes einfließen zu lassen“, ergänzt der Leiter des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg, Stefan Matz.

    In den kommenden Monaten werden nun drei Spielbereiche für Kinder und Jugendliche verschiedenen Alters entstehen. Während der Bauarbeiten kann es im näheren Umfeld des Spielplatzes zu Einschränkungen und temporären Halteverboten für Fahrzeuge kommen. Der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg bittet um Verständnis.

    Mit Schwung zur „Reise um die Welt“

    Im Zuge der Sanierung werden zuerst die alten Spielgeräte abgebaut und die Fläche unterhalb der Tischtennisplatte begradigt. Zwar sollen die Sandspielflächen in ihrer jetzigen Form erhalten bleiben, doch werden zwei Wege ergänzt, die dem Spielplatz eine neue Struktur geben werden.

    Auf ausdrücklichen Wunsch der vier beteiligten Institutionen wird der erste Spielbereich schwungvoll nach Afrika führen, denn hier wird bald das große Schwingen auf insgesamt vier Schaukeln möglich sein. Neben zwei klassischen Einsitzern können sich hier nach Fertigstellung auch Kleinkinder in einer Nestschaukel den Wind um die Nase wehen lassen. Zu zweit kann dann außerdem auf einem Partnersitz geschaukelt werden. Hoch oben werden majestätische geschnitzt Plastiken einer Giraffe und eines Elefanten thronen.

    Turbulenter Balanceakt auf verschiedenen Höhen

    Die „Reise um die Welt“ geht in einem bunten Mix im zweiten Spielbereich für Kinder von 6 bis 12 Jahren weiter. Hier wird das Geschick auf einer Balancierstrecke aus Balken, einem Balanciertau und Slalomhölzern herausgefordert. Podeste in verschiedenen Höhen können hier spielerisch erklommen werden und bilden die Plattformen, die unter anderem durch ein Kletternetz und eine Hangelpalme verbunden werden.

    Für Entspannung wird ein dreieckiges Liegenetz sorgen. In rund 2 Metern Höhe wird ein fünfeckiges Podest den höchsten Punkt der Spielgerätekombination bilden. Erreichbar wird das Podest durch eine Leiter aus Robinienholz und eine Kletterwand. Über Stangen kann dann wieder hinab geglitten werden.

    Thematisch greifen drei geschnitzte Verzierungen in Form einer Palme, eines Bergmassivs und der Flagge der Europäischen Union die „Reise um die Welt“ auf. Darüber hinaus werden tibetanische Girlanden das Spielgerät schmücken.

    Kleinkindbereich für Kinder von 2 bis 5 Jahren
    Der künftige Kleinkindbereich wird durch eine Spielgerätekombination, bestehend aus einem Spielhaus, einem Sandspielpodest sowie verschiedenen Balancierbalken, den Spielanforderungen von Kindern im Alter von 2 bis 5 Jahren gerecht.

    Das mit anmutig gewundenen Spitzbögen verzierte Spielhaus soll das kindliche Rollenspiel fördern. Ein hölzernes Spielzelt, welches durch eine farbige Schnitzplastik in Form eines Douglasien-Baumes verziert wird, soll jüngeren Kindern als Spiel- und Rückzugsmöglichkeit dienen und führt thematisch nach Amerika. Ein 2,50 Meter langes hölzernes Wackelkrokodil sowie eine 3 Meter langer arktischer Kriechtunnel im Iglu-Design runden die bunte „Reise um die Welt“ ab.

    Vom Wunsch zur Umsetzung

    Im Rahmen eines umfassenden interkulturellen Beteiligungsverfahrens wurden im vergangenen Jahr Wünsche von Kindern und Jugendlichen erhoben und ausgewertet. Hierbei brachten sich junge Menschen aus der Kita „Weltkinderhaus“, dem Hort „Abenteuerwelt“ der Grundschule „Am Umfassungsweg“ sowie aus der Gemeinschaftsschule „Thomas Müntzer“ mit verschiedenen Ideen und Vorstellungen zur Gestaltung ein.

    Darüber hinaus haben Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 18 Jahren im Rahmen der Beteiligung der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung „Knast“ an der Ideensammlung teilgenommen.

    Um auch die Bedürfnisse von Eltern oder weiteren Begleitpersonen berücksichtigen zu können, war vom Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg ein Elternfragebogen entwickelt worden, der mit freundlicher Unterstützung des Projekts „Neustadtmiteinander“ verschiedenen Einrichtungen mehrsprachig zur Verfügung gestellt wurde. Daraus ergab sich der Wunsch einer besseren Aufenthaltsqualität mit ausreichenden Sitzmöglichkeiten an den unterschiedlichen Spielbereichen.

    Darüber hinaus wurden bisher gemeinsame Spielmöglichkeiten wie zum Beispiel Gesellschaftsspiele vermisst. Bewegungsangebote waren den befragten Erwachsenen hingehen weniger wichtig. Mit Pflanzflächen, auf denen Spendenbäume gepflanzt werden, wird zudem dem Wunsch nach mehr Schatten auf dem Spielplatz entsprochen.

    Neben den eigentlichen Spielbereichen und Wegebeziehungen wird der Spielplatz in der Wedringer Straße mit verschiedenen Sitzgelegenheiten, Tischen, Möglichkeiten zum Abstellen von Fahrrädern sowie Papierkörben ausgestattet. Auf Wunsch der Kleinsten wird auf der Fläche ein Picknickplatz entstehen, der künftig regelmäßig durch Kitakinder und Betreuende genutzt werden soll.

    Die Sanierung der barrierefrei zugänglichen Spiel- und Freizeitfläche in der Wedringer Straße basiert auf der Prioritätenliste der Spielplatzflächenkonzeption 2021-2025 der Landeshauptstadt Magdeburg und wird finanziert von Bund, Land und Kommune aus dem Städtebauförderungsprogramm „Förderung des sozialen Zusammenhalts“. Als wichtige Netzwerk- und Schnittstelle hat die Quartiersmanagerin Franziska Müller den Prozess von Anfang an begleitet. (PM LH MD)

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