Donnerstag, 30. Mai 2024
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    Magdeburg investiert 50.000 Euro in den Klosterbergegarten für Wurzelsperren

    Ab nächster Woche lässt der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg in verschiedenen Bereichen des Klosterbergegartens für rund 50.000 Euro entlang der Wege Wurzelsperren einbauen. Ziel ist es, das Einwachsen von Wurzeln angrenzender Bäume in den Bereich der Wege zu verhindern. Damit sollen langfristig Schäden an Parkwegen und Bäumen verhindert werden.

    Hierzu werden entlang einzelner Wegabschnitte, in deren Nähe sich flachwurzelnde Bäume mit starkem Wurzelwachstum befinden, unterirdisch senkrecht flexible Abgrenzungen eingebaut. So soll künftig verhindert werden, dass die Wurzeln der nahestehenden Bäume unter die Wege wachsen und damit im schlimmsten Fall die Wegdecke aufbrechen. Die Bäume nehmen dabei keinen Schaden.

    Die Arbeiten werden in Abhängigkeit der Witterung voraussichtlich Ende Februar abgeschlossen. Da die Wege an sich nicht direkt von den Bauarbeiten betroffen sind, werden sie während der gesamten Bauzeit zumindest einseitig passierbar sein. Damit sollen die Einschränkungen für Parkbesucherinnen und –besucher so gering wie möglich gehalten werden. Der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg bittet dennoch um Verständnis und Rücksicht.

    Der Einbau des Wurzelschutzes wird aus Haushaltsmitteln der Landeshauptstadt Magdeburg finanziert.

    Hintergründe zur Wegesanierung im Klosterbergegarten

    2018 hatte der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg das insgesamt rund 2,2 Kilometer umfassende Wegenetz im Klosterbergegarten für rund 852.000 Euro sanieren lassen. Hierbei wurde vor allem das Hauptwegenetz, welches bisher durch wiederkehrende Hochwasser der Elbe massiv in Mitleidenschaft gezogen wurde, mit einer bituminösen Bauweise nachhaltig befestigt. Platzflächen, wie der Bereich der Anne-Frank-Stele, wurden dann 2019 in wassergebundener Bauweise rekonstruiert.

    Finanziert durch Fördermittel zur Beseitigung von Hochwasserschäden, gewährleisten die Parkwege durch ihre bituminöse Bauweise eine ganzjährige uneingeschränkte Nutzung. Durch eine entsprechende farbige Angleichung kommt die Decksicht der neuen Wege der ursprünglichen wassergebundenen Oberfläche optisch sehr nahe. Darüber hinaus besticht die neue Wegedecke durch eine bereits im Stadtpark erprobte Haltbarkeit, sodass künftige Hochwasser ihr wenig anhaben können.

    Wiederkehrende Hochwasser machten Sanierung notwendig

    Durch das Elbehochwasser Ende 2010 ist in der Verwaltung der Gedanke gereift, zunächst im Stadtpark die zwar historisch belegten, jedoch sehr anfälligen sandgeschlemmten Pfade durch robustere Wege, in bituminöser Bauweise zu ersetzen. So wurde die Haltbarkeit erster sanierter Wege bereits beim darauffolgenden Hochwasser 2013 im Bereich der Südspritze des Stadtparks unter Beweis gestellt. Wo wassergebundene Wege völlig die Form und damit die Verkehrssicherheit verloren, blieben die sanierten Wege nahezu unbeschadet und konnten unmittelbar nach dem Rückgang des Wassers wieder in Gänze genutzt werden.

    Ebenso wie die Wege im Stadtpark wurde auch das Wegenetz des elbnahen Klosterbergegartens durch die Hochwasser 2002, 2004, 2010 und 2013 zerstört und danach immer wieder kostenintensiv in seiner ursprünglichen, historisch belegten Form rekonstruiert. Mit der Wegesanierung 2018 wurde eine langlebigere Lösung gefunden, die es nun zu schützen gilt. (PM LH MD)

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