Sonntag, 3. März 2024
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    Schockanruf bei 19-jähriger: Falsche Beamte täuschen Unfall des Vaters in Magdeburg vor

    Am Dienstagnachmittag wurde eine 19-Jährige Frau aus Calbe Opfer von Betrügern. Den bisher hier vorliegenden Erkenntnissen zufolge wurde sie von der „Polizei“ angerufen, da ihr Vater einen Unfall in Magdeburg verursacht hatte, bei dem ein Mensch getötet wurde.

    Den haftbefreienden Betrag von 48.000€ sollte die Frau direkt an einen „Staatsanwalt“ bezahlen, an welchen dann auch das Telefonat übergeben wurde. Die Frau bot dann ihr gesamtes Erspartes an, wenn sie die Inhaftierung des Vaters abwenden könnte.

    Eine Übergabe wurde sofort organisiert, wobei immer wieder auf die Dringlichkeit einer schnellen Übergabe hingewiesen wurde. Das Telefonat wurde über die gesamte Zeit aufrechterhalten, was eine Nachfrage bei einer Vertrauensperson unmöglich machte.

    Am vereinbarten Übergabeort in Magdeburg wurde das Geld dann auf Weisung des angeblichen Staatsanwaltes an einen “eher zwielichtigen Mann“ übergeben. Von dem „Staatsanwalt erhielt sie dann die Information, dass sie ihren Vater in Calbe abholen kann. Am vereinbarten Ort war allerdings niemand.

    Bei weiteren nachfragen im persönlichen Umfeld wurde dann der Betrug offenbar. Der Opa hatte zum selben Zeitpunkt offenbar einen ähnlichen Anruf erhalten, diesen aber gleich aufgelegt.

    Die Polizei und die Verbraucherschutzzentralen empfehlen solchen finanziellen Forderungen nicht zu entsprechen. Die Betrüger lassen sich fast täglich neue Varianten einfallen, um an ihr Erspartes zu gelangen. 

    Eine solche Zahlung, sofern sie überhaupt von der Staatsanwaltschaft veranlasst werden kann, ist auch mit zeitlichem Verzug ohne weiteres möglich! 

    Im vorliegenden Fall könnte es sich um eine Kombination aus dem Schockanruf und eine etwas abgeänderte Variante des schon bekannten „Enkeltricks“ handeln. Daher nochmal der Hinweis, informieren sie mindestens einen Vertrauten ihrer Wahl über solche Telefonate und besprechen ein weiteres Vorgehen.

    Weiterführende Information zu aktuellen Betrugsmaschen erhalten sie bei den Verbraucherschutzzentralen oder ihrer Polizei. Im Zweifelsfall (nicht wie im aktuellen Fall!) heißt es also lieber Jemanden fragen, bevor man Opfer eines solchen Betruges wird.

    Ist man bereits Opfer geworden, scheuen sie sich nicht eine Strafanzeige aufzugeben, nur so können die Behörden auch eine Strafverfolgung realisieren und weitere Ermittlungen einleiten.

    Die traurige Wahrheit ist allerdings auch, dass vermehrt Opfer wiederholt oder durch gleichgelagerte Sachverhalte um ihre Ersparnisse gebracht werden. Es handelt sich um einen gut organisierten Kriminalitätszweig welcher überwiegend über Callcenter aus dem Ausland geführt und organisiert wird. (PM PolSLK)

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