Sonntag, 3. März 2024
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    Magdeburg: Seit zehn Jahren Hundertwassers Hotelier – Vom Sorgenkind zum Touristen-Hotspot

    Er kam aus der Tiefe der Nacht, um die Grüne Zitadelle von Magdeburg zu erobern: Im Juli 2013 öffnete der Magdeburger Unternehmer Hendrik Grebe zum ersten Mal die Türen seines nagelneuen ArtHotels, und das in einem der außergewöhnlichsten Locations Mitteldeutschlands: in dem von Künstler Friedensreich Hundertwasser entworfenen Bau, ganz in Wurfweite des Magdeburger Doms.

    Das letzte verwirklichte Bauprojekt des im Jahr 2000 gestorbenen Meisters wurde von seinen Anhängern gefeiert und bei Touristen in Sachsen-Anhalt in kürzester Zeit zum Hotspot. Doch Hundertwasser und Hotel – das wollte bis dahin trotz großer Pläne und Traumkulisse einfach nicht zusammenpassen. Zwischenzeitlich räumte eine renommierte Hotelkette nach durchwachsenen Jahren und bei rückläufiger Nachfrage den Platz. Negativ-Schlagzeilen in der Lokalpresse inklusive. Eine ganze Weile stand das Hotel in 1A-Lage dann leer.

    Hendrik Grebe | Foto: artHOTEL Magdeburg

    Bis Hendrik Grebe kam. Der heute 50-Jährige gab jahrelang als Betreiber eines angesagten Magdeburger Clubs („First“) im Nachtleben der Elbestadt den Ton an, führte neben dem Tanzgeschäft schon lange aber auch ein Hotel in Stadtfeld, viele Jahre auch eine beliebte Cocktailbar in der City. Die Eigner der Grünen Zitadelle wurden auf den umtriebigen Mann aus Magdeburg aufmerksam.

    Er war zum „bunten Hund“ geworden mit Karaoke-Weltrekordversuchen, Dunkelessen in der Magdeburger Buttergasse, 80er-Jahre-Partys samt Staraufgebot in einer abgelegenen Eventhalle am Stadtrand (u.a. mit Weltstar Sandra auf der Bühne). Glückliche Gäste, gute Geschäfte. Er sollte in dem pinken Bau mit den bepflanzten Dächern, schrägen Böden und „runden Ecken“ seine „goldenen“ Händchen anlegen. Das klang so verrückt, dass es schon wieder zu ihm passte: „Schon bei dem Nachtclub hatten viele in der Stadt gesagt, das wird nichts, weil das Objekt zuvor viele Jahre leer stand und alle Wiederbelebungsversuche gescheitert waren“, erinnert sich Grebe. Challenge accepted.

    Die Probleme in der Zitadelle verstand er als Chancen: Einen Frühstückssaal mit großer Küche gab es nicht. Also brachte er seinen Gästen das Frühstück quasi ans Bett. Aus einem abgelegenen Appartement im Turm des Hauses machte er erst den „Skyrooom“, in dem die Gäste feiern, tagen und zeitweise sogar heiraten konnten. Heute ist es „das höchste Hotel-Appartement Magdeburgs“.

    Um die märchenhafte Kulisse zur Weihnachtszeit zu nutzen, erfand er mit den Eigentümern und dem Management den Winterzauber, einen heimeligen Adventsmarkt mit regionalen Spezialitäten und Kultur auf den Innenhöfen und auf dem kleinen Platz vor dem Hundertwasserhaus. „Inzwischen ist das ein Selbstläufer“, sagt Grebe.

    Gilt das auch für sein Hotel? Nach einer Dekade ist das Haus mit 44 Zimmern eines der gefragtesten in der Stadt und erhält Bestnoten von den Gästen auf den einschlägigen Buchungs- und Bewertungsplattformen. Bis zu 20.000 Gäste kommen pro Jahr. Damit das so bleibt, treibt Grebe die Entwicklung weiter voran. „Wir wollen noch nachhaltiger und digitaler werden“, gibt er die Richtung vor.

    Gerade habe er für rund 200.000 Euro Zimmer modernisiert. „Auch Heizungstechnik wurde erneuert und E-Ladesäulen in der Tiefgarage installiert“, verrät er. Ein- und Auschecken geht bei ihm ohnehin schon lange digital. Mit dem digitalen Stadtrundgang per QR-Codes auf den Frühstückstischen macht das Hotel seinen Gästen die Stadt mit ihren Attraktionen und Sehenswürdigkeiten auf moderne Weise schmackhaft.

    Und wer Hendrik Grebe kennt weiß, dass neue Ideen bei ihm, aber auch seinem engagierten Hotelteam um Geschäftsführer Tobias Bartholomäus nicht lange auf sich warten lassen werden. Hundertwasser, Hotel und Hendrik – das passt. (PM agentur pres(s)tige / artHOTEL Magdeburg)

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