Donnerstag, 22. Februar 2024
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    Magdeburg bewirbt sich um Neuzertifizierung als Fairtrade-Stadt

    Bereits zum vierten Mal soll die Landeshauptstadt Magdeburg als Fairtrade-Stadt zertifiziert werden. Magdeburg muss somit erneut alle Kriterien zur Nachhaltigkeit der Fairtrade-Towns-Kampagne erfüllen und darf dann weiterhin den Titel tragen. Voraussetzung für die Vergabe des Titels ist eine erfolgreiche Vernetzung von Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen. Die Auszeichnung wurde Magdeburg erstmalig im Jahr 2014 durch die TransFair e.V. verliehen.

    Auf kommunaler Ebene spielt der faire Handel in allen gesellschaftlichen Bereichen eine wichtige Rolle. In der Landeshauptstadt engagieren sich Vertreter*innen unter anderem des Weltladens, des Eine-Welt-Netzwerkes Sachsen-Anhalt, der Verbraucherzentrale oder der Stadtverwaltung für Nachhaltigkeit. Weitere Initiativen oder Vertreter*innen der Zivilgesellschaft sind aufgerufen, sich für die Themen Nachhaltigkeit und Fair Trade zu engagieren. Interessent*innen können sich per E-Mail wenden an klimaschutz@stadt.magdeburg.de.

    Neben der Übernahme sozialer Verantwortung und Positionierung als weltoffene Kommune entstehen auch Impulse für eine nachhaltige Beschaffung in der kommunalen Verwaltung, in der Kultur, in Vereinen und in Betrieben der Landeshauptstadt Magdeburg.

    Hintergrund

    Die Kampagne “Fairtrade-Stadt” gibt es mittlerweile in 36 Ländern mit über 2.000 Fairtrade-Städten. In Deutschland tragen inzwischen über 859 Kommunen den Titel. Dabei gilt es fünf Kriterien zu erfüllen, um Fairtrade-Stadt zu werden:

    1. Es liegt ein Beschluss der Kommune/ des Kreistages vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeister- bzw. Landratsbüro Fairtrade- Tee – oder -Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel verwendet wird; und dass der Titel “Fairtrade-Stadt” (bzw. Gemeinde/ Landkreis) angestrebt wird.
    2. Es gibt eine lokale Steuerungsgruppe, die auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt (bzw. Gemeinde/ Landkreis) die Aktivitäten vor Ort koordiniert.
    3. In den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden Fairtrade-Produkte ausgeschenkt (jeweils mindestens zwei).
    4. In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fairtrade-Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema “fairer Handel” durchgeführt.
    5. Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt (bzw. Gemeinde/ Landkreis).

    Nach Erfüllung aller Kriterien und Prüfung durch TransFair e. V. wird der Titel “Fairtrade-Stadt” (bzw. Gemeinde/ Landkreis) für zunächst zwei Jahre vergeben. Danach erfolgt eine Überprüfung, ob die Kriterien weiterhin erfüllt sind. (PM LH MD)

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