Samstag, 18. Mai 2024
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    Kriminalstatistik für das Polizeirevier Magdeburg: Anzahl der Straftaten 2022 zu 2021 gestiegen

    Die Anzahl der erfassten Straftaten stieg gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 27.332 Fälle (2021: 23.286; 2020: 25.093). Dies entspricht einem Anstieg um 17,4 %. Die Häufigkeitszahl für die Landeshauptstadt Magdeburg (Straftaten pro 100.000 Einwohner) liegt demnach bei 11.572 (2021: 9.876; 2020: 10.563). Höhere Fallzahlen gab es zuletzt im Jahr 2016 (28.534 Fälle).

    Von den erfassten Straftaten konnten 16.263 (2021: 13.650) Fälle aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote ist im Vergleich zum Vorjahr mit 59,5 % leicht gestiegen. Zu beachten ist, dass von den 24.998 Straftaten insgesamt (ohne Verstöße AufenthG/AsylG/Freizüg) 56,0 % (2021 56,0 %) aufgeklärt wurden.

    Hierbei wurden 8.459 (2021: 7.636) Tatverdächtige ermittelt davon 2.102 (2021: 1.800) Nichtdeutsche Tatverdächtige. Der Anteil Nichtdeutscher Tatverdächtiger liegt bei 24,8 % (2021: 23,6%) (ohne Verstöße AufenthG/AsylG/Freizüg). Im Deliktsbereich Straftaten gegen Aufenthaltsgesetz, Asylverfahrensgesetz und Freizügigkeitsgesetz sind die Fallzahlen 2022 um 830 Fälle gegenüber 2021 (1.504) auf 2.334 gestiegen. Dieser Anstieg steht im Kontext mit dem Betreiben der Landesaufnahmeeinrichtung Magdeburg und damit einhergehend neuer Zuständigkeiten (im Jahresverlauf 2021) des Polizeireviers Magdeburg.

    Insgesamt konnten von allen Straftaten 10.628 Tatverdächtige (2021: 8.997) ermittelt werden (7.991 männlich, 2.637 weiblich). Damit wurden 18,1 % mehr Tatverdächtige ermittelt als im Vorjahr.

    Der Anteil der Tatverdächtigen unter 21 Jahren liegt bei 25,5 % (2021: 23,6 %). Insgesamt sind 2.706 (2021: 2.125) Tatverdächtige dieser Altersgruppe zuzurechnen. Von den unter 21-Jährigen wurden 864 (2021: 672) Kinder (bis unter 14 Jahre), 917 (2021: 720) Jugendliche (14 bis unter 18 Jahre) und 925 (2021: 733) Heranwachsende (18 bis unter 21 Jahre) als Tatverdächtige ermittelt.

    Tabelle der erfassten Fälle 2022 und 2021

    Erfasste Fälle in den2022 2021 
    Straftatenhauptgruppen/ausgewählte Straftaten (Auszug aus der Gesamtstatistik) erfasste Fälle AQ in % erfasste Fälle AQ in %
    Fälle gesamt27.33259,523.28658,6
    Straftaten geg. das Leben1172,71283,3
    – Mord1100,02100,0
    – Totschlag und Töten auf Verlangen4100,05100,0
    – fahrlässige Tötung650,0560,0
    Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung39982,731590,2
    – Vergewaltigung/ sex. Nötigung4787,23894,7
    – sex. Missbrauch von Kindern4889,63794,6
    – sexuelle Belästigung §184i11274,15589,1
    Rohheitsdelikte/ Straftaten gg. persönliche Freiheit4.30784,13.47086,9
    – Körperverletzungen2.72685,32.28688,2
    – Raub/ räub. Erpressung/ räub. Angriff auf Kraftfahrer24362,117766,1
    Diebstahl insgesamt9.82236,97.99929,6
    – Diebstahl von Kfz. einschl. unbefugte Ingebrauchnahme13423,114527,6
    – Diebstahl von Fahrrädern2.60631,11.8138,6
    – Wohnungseinbruchdiebstahl21018,618717,1
    – Tageswohnungseinbrüche7011,46320,6
    – Diebstahl i/a Boden-/ Kellerräumen9393,81.4739,7
    – Diebstahl an/ aus Kraftfahrzeugen1.0607,587710,8
    – Taschendiebstahl1560,6934,3
    – Diebstahl in/ aus Büro/ Lager/ Werk28216,721120,9
    – Ladendiebstahl2.41189,21.58087,2
    Vermögens-/ Fälschungsdelikte2.82466,62.67377,0
    – Betrug1.95969,11.81580,3
    – Erschleichen von Leistungen41894,538893,8
    sonst. Straftaten StGB5.98651,15.49751,1
    – Erpressung3863,22487,5
    – Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte23993,3153100,0
    – Landfriedensbruch2070,000
    – Brandstiftung5836,27347,9
    – ST gg. Aufenth./ AsylG/ Freizüg2.33496,7150496,6
    – Sachbeschädigung3.19721,43.15725,7
        – darunter Sachbeschädigungen durch Graffiti9265,41.05413,9
    Rauschgiftdelikte1.27093,01.20791,5
    – allg. Verstöße gegen das BtMG1.12294,095492,0
    Umweltkriminalität11961,312681,7
    Straßenkriminalität [1]5.86228,64.49921,9
    Straftaten Schule37547,723557,4
    [1] Die unter dem Begriff „Straßenkriminalität“ erfassten Straftaten werden in ihrer Tatphase ausschließlich oder überwiegend auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen – einschließlich öffentlicher Verkehrsmittel – begangen.
    (Tabelle: Polizeirevier Magdeburg)

    Im Jahr 2022 wurden insgesamt 11 Straftaten gegen das Leben (2021: 12 Fälle) erfasst, darunter waren ein Mord und vier Fälle von Totschlag.

    Die Zahl der erfassten Sexualdelikte stieg von 315 auf 399 Fälle. Dies sind 84 Fälle mehr als im Vorjahr. Insgesamt konnten 330 Fälle aufgeklärt werden, was einer AQ von 82,7 % entspricht (2021: 90,2 %). In diesen Bereich fällt auch die sexuelle Belästigung §184i, wo es einen Anstieg um 103,6 % gab und die Anzahl der Delikte von 55 auf 112 im Jahr 2022 stieg. Im Bereich des Verbreitens pornografischer Schriften ging die Anzahl der Delikte um 15 auf 109 Fälle im Jahr 2022 zurück.

    Die Anzahl der erfassten Rohheitsdelikte, zu denen u. a. Körperverletzungen, Bedrohungen und Raubdelikte zählen, stieg um 837 auf 4.307 Fälle. In der Gruppe der Raubstraftaten stiegen die Fallzahlen auf 243. Davon konnten 151 Fälle aufgeklärt werden. Die AQ lag hier bei 62,1 % (2021: 66,1 %).

    Die Zahl der Körperverletzungsdelikte stieg um 440 Fälle. 2.726 Fälle wurden im Jahr 2022 erfasst (2021: 2.286 Straftaten). Die AQ lag bei 85,3 %.

    Zu verzeichnen ist, dass im Bereich der Rohheitsdelikte auch in diesem Jahr die Zahl der Bedrohungen wieder zugenommen hat. Hier kam es zu einem Anstieg von 256 auf 914 Delikte im Jahr 2022 (2021: 658).

    Die Anzahl der Diebstahlsdelikte stieg auf 9.822 Fälle (+ 1.823 Fälle). Gleichwohl stellen die Diebstahlsdelikte mit 35,9 % mehr als ein Drittel des gesamten Straftatenaufkommens der Landeshauptstadt dar. 

    Die Fallzahlen beim Fahrraddiebstahl sind um 43,7 % gestiegen. Mit 2.606 derartigen Delikten sind es 793 Straftaten mehr als 2021 (1.813). Die AQ stieg auf 31.1 %. Im Jahr 2021 lag Sie bei 8,6 %.

    Gegenüber dem Jahr 2021 (187 Fälle) stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche auf 210 Fälle an. Die AQ bei den Wohnungseinbrüchen konnte um 1,5 % gegenüber 2021 auf 18,6 % gesteigert werden.  Am häufigsten gelangten die Täter durch Aufhebeln der Fenster mittels diverser Werkzeuge in das Innere. In den Räumlichkeiten wurde danach gezielt nach Wertgegenständen gesucht.

    Festzustellen ist, dass die Zahl der Diebstahlshandlungen in/ aus Boden-/ Kellerräumen gegenüber dem vergangenen Jahr stark gesunken ist. Sie sank im Jahr 2022 um 534 auf 939.

    Für den Bereich Diebstahl an/aus Kfz ist ein Anstieg zu verzeichnen. Dieser beträgt 20,9 %. Die Fallzahlen stiegen innerhalb eines Jahres von 877 auf 1.060.

    Bei dem Deliktsbereich Diebstahl von Kraftwagen oder unbefugte Ingebrauchnahme sank die Zahl der Delikte von 145 auf 134 im Jahr 2022das ist ein Rückgang um – 7,6 %.

    Im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte stiegen die Fallzahlen um 5,6 % auf 2.824 Fälle (2021: 2.673 Fälle).

    Bei den hierzu zählenden Betrugshandlungen ist ein Anstieg um 144 Fälle (7,9 %) auf 1.959 Fälle zu verzeichnen. Im Deliktsbereich des Tankbetruges stiegen die Fallzahlen um 176 % von 131 auf 362 Fälle.

    In der Deliktsgruppe Erschleichen von Leistungen, stiegen die Fallzahlen um 30 Straftaten auf 418 Fälle (7,7 %) an.

    Die Fallzahlen im Deliktsbereich Sachbeschädigung bewegen sich gleichbleibend auf hohem Niveau. Sie stieg im Jahr 2022 um 40 auf 3.197 Fälle (1,3 %). 2021 waren es noch 3.157 Fälle. Sachbeschädigungen stellen einen Anteil von 11,7% an der Gesamtkriminalität dar. Die Anzahl der Fälle von Sachbeschädigungen durch Graffiti sank um 128 auf 926 Straftaten gegenüber 2021 mit 1.054 Fällen. Die AQ beträgt 5,4 % (2021: 13,9 %).

    Die Fallzahlen im Bereich der Rauschgiftdelikte sind auf Grund des hohen Verfolgungsdruckes weiter auf hohem Niveau. In diesem Deliktsbereich ist zu verzeichnen, dass die Straftaten von 1.207 auf 1.270 gestiegen sind. Die AQ im Bereich der Rauschgiftkriminalität betrug 93,0% und konnte trotz steigender Fallzahlen um 1,5 % erhöht werden. Den höchsten Anteil bilden dabei die allgemeinen Verstöße gegen das BtM-Gesetz mit 1.122 Fällen (2021: 954 Fälle).

    Festgestellt werden muss, dass bei den Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte die Fallzahlen zum Vorjahr erneut angestiegen sind. Hier von 153 im Jahr 2021 auf 239 Straftaten im Jahr 2022. Es wurden bei diesem Delikt 67 weibliche (2021: 46) und 320 männliche (2021: 214) Polizeibeamte geschädigt. (PM Polizeirevier Magdeburg)

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