Donnerstag, 20. Juni 2024
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    Kostenexplosion für Magdeburger Mieter – Die Linke fordert umgehend Transparenz

    Sorgenvoll haben sich Mieter aus der Bernhard-Kellermann-Straße an Die Linke gewandt. Sie haben von ihrem privaten Vermieter eine um 250% gestiegene Heizkostenabrechnung für 2022 erhalten. Für manche Mieter bedeutet dies einen höheren vierstelligen Betrag als Nachzahlung. Eine Summe, die sie nicht nachvollziehen können.

    Aufgrund des dort bestehenden sogenannten Contracting-Modells für die Wärmelieferung basiert diese Erhöhung grundlegend auf der Abrechnung durch den Wärmelieferanten GETEC. Dieser bezieht sich laut Berichterstattungen der Volksstimme allein auf den Börsenpreis. Hier stellt sich die Frage, ob die Gaspreisbremse dabei durch die GETEC an die Mieter weitergegeben oder allein dem Profit des Unternehmens zugeführt wurde.

    Und obwohl Verbraucherschutz als auch Presse bereits eingeschaltet waren, ist die Situation bis heute nicht geklärt. Weder seitens des Vermieters noch seitens der GETEC erfolgte bislang eine Korrektur der überteuerten Nachforderung. „Wir fordern eine umgehende Aufklärung der Situation sowie Transparenz der Wärmelieferungskosten. Die Mieter haben sich hilfesuchend an uns gewandt, auch weil mit ihnen augenscheinlich weder Vermieter noch GETEC das Gespräch suchen,“ so Anke Jäger, Vorstandsmitglied Die Linke Magdeburg und Stadträtin.

    Forderung: Keine unsoziale Bereicherung am Wohnungsmarkt!

    „Hinzu kommt, dass mit einen Drittanbieter für die Wärmeversorgung eine weitere Gewinnmarge ermöglicht wird. Gerade bei der notwendigen Versorgung mit Wärme ist das ein Skandal, dessen Folgen wir mit großer Sorge wahrnehmen,“ erklärt Anke Jäger.  „Von einem in Magdeburg gut verankertem Unternehmen – wie der GETEC – fordern wir, sich nicht unsozial am Wohnungsmarkt zu bereichern, sondern auch die Gaspreisbremse an die Mieter weiterzugeben!“

    Hier zeigt sich erneut, dass mit der Privatisierung von Mietwohnungen das Profitstreben der privaten Eigentümer zu unangemessenen Belastungen für die Mieter führt. Deshalb fordert Die Linke immer wieder, dass die WOBAU als städtisches Unternehmen mit einem ausreichenden Angebot an sozialverträglichen Wohnungen allen eine bezahlbare Wohnung bietet. (PM Die Linke Magdeburg)

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