Sonntag, 26. Mai 2024
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    Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus in Magdeburg

    „Nur wenn wir uns diese Vergangenheit vergegenwärtigen, haben wir die Chance, eine bessere Zukunft zu gestalten.“ Das sagte Ministerpräsident Haseloff auf der Gedenkveranstaltung der Landesregierung und des Landtages am Mahnmal „Magda“ in Magdeburg.

    Der 27. Januar 1945 war der Tag, an dem Soldaten der Roten Armee die überlebenden Häftlinge aus dem größten deutschen Vernichtungslager, dem KZ Auschwitz – Birkenau befreiten. Wenige Tage später wurde die Weltöffentlichkeit mit dem tatsächlichen Ausmaß des nationalsozialistischen Völkermordes konfrontiert.

    Mehr als 1200 KZ-Außenlager waren über ganz Deutschland verteilt. In Magdeburg gab es zwei größere Lager. Von Juni 1944 bis Februar 1945 existierten diese beiden Außenlager des KZ Buchenwald hier in der Stadt. Es waren das Konzentrations-Außenlager des Rüstungswerkes Polte AG Magdeburg, des KZ Buchenwald und des Frauen-KZ Ravensbrück in der Liebknechtstraße und das KZ-Außenlager „Magda“ in der Havelstraße / Ecke Heinrichsberger Straße. In dessen Nähe wurde am 26. Januar 2001 das Mahnmal „Magda“ enthüllt.

    Geschaffen wurde es von dem Metallplastiker Peter Hinz und dem Schriftsteller Jürgen Rennert. Es erinnert an das KZ-Außenlager „Magda“, das sich 1944/45 in unmittelbarer Nachbarschaft befand. Ab Juni 1944 waren 2.170 zumeist ungarische Juden des Konzentrationslagers Buchenwald in das KZ-Außenlager „Magda“ in Magdeburg-Rothensee überführt und zur Schwerstarbeit für die Braunkohle-Benzin AG (BRABAG) gezwungen worden.

    Das Lager befand sich in unmittelbarer Nähe des heutigen Denkmals. Bis zu seiner Auflösung im Februar 1945 kamen hier 550 Häftlinge ums Leben. Jährlich am 27. Januar erinnert die Landeshauptstadt Magdeburg gemeinsam mit offiziellen Vertreterinnen und Vertretern des Landes Sachsen-Anhalt, der Kirchen und aus Politik und Gesellschaft am Mahnmal „Magda“ an die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes und gedenkt der Opfer. (Q: Landeshauptstadt Magdeburg)

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