Samstag, 25. Mai 2024
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    Digitale Helfer im Magdeburger Stadtgrün Eigenbetrieb SFM nutzt Nässesensoren an Bäumen

    Wegen der vergangenen sehr trockenen Sommer hat der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg (EB SFM) in diesem Frühjahr erstmals in einem Feldversuch digitale Nässesensoren an drei neu gepflanzten Bäumen im Stadtgebiet eingesetzt. Die Sensoren geben in den Sommermonaten Aufschluss über den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens an den Baumwurzeln. Daraus lassen sich Informationen zu Bäumen an Standorten mit ähnlichen Voraussetzungen ableiten, was eine gezielte Wässerung vereinfacht.

    „Ganz im Sinne einer digitalen Verwaltung freue ich mich, dass unser Eigenbetrieb mit diesem Vorstoß erstmals direkt an den Wurzeln des Baumes mit moderner Informationstechnik arbeitet“, so Oberbürgermeisterin Simone Borris. „Damit wird die Chance genutzt, praxisnahe Informationen zu generieren, um so die eignen Bemühungen zum langfristigen Schutz des Stadtgrüns besser steuern zu können.“

    Inwiefern und in welcher Form die Sensoren zukünftig an weiteren Baumstandorten in der Landeshauptstadt ihren Dienst verrichten werden, soll die umfängliche Teststellung in diesem Sommer ermitteln. „Unser Ziel ist es, verstärkt auch im Stadtgrün digitale Helfer einzusetzen, um den umfassenden Herausforderungen langfristig und klug zu begegnen“, verdeutlicht der Leiter des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg, Stefan Matz.

    Für den Feldversuch wurden zunächst drei Baumstandorte in der Gustav-Ricker-Straße, in der Nähe des Schleinufers und am Neuen Renneweg aufgrund spezifischer Parameter ausgewählt. Diese richten sich zum Beispiel nach den Standortbedingungen und der Bodenbeschaffenheit. So befindet sich einer der Bäume in einem sehr sonnenexponierten Mittelstreifen und ein weiterer direkt im Straßenbegleitgrün. Aber auch die Konnektivität der Sensoren ist ein Kriterium. So sendet einer der Sensoren beispielsweise via Hotspot die Informationen zur Wasserversorgung des Baumes direkt aus der Grünanlage an das mobile Endgerät im Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg.

    Kurzfristige Maßnahmen zum Schutz von Grünanlagen in Trockenperioden Der Fokus des zuständigen Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg liegt in besonders trockenen Phasen auf der Minimierung der Auswirkungen von Trockenheit durch Wässerung des besonders gefährdeten Grüns. So werden mit insgesamt acht Fahrzeugen vor allem Jungbäume mit dem dringend benötigten Nass versorgt. Auch Stauden und Beete mit Wechselbepflanzung werden dieser Tage durch unsere Gärtner*innen extra gegossen. Wiesen- und Rasenflächen werden hingegen nicht bewässert.

    Die Gärtner*innen des Eigenbetriebs wässern den Jungbaumbestand bis zum 5. Standjahr sowie die Staudenplanzungen und die Beete, die mit Wechselflor bepflanzt sind. Darüber hinaus wässern Dienstleistende im Rahmen ihrer vertraglich geregelten Leistungen ebenfalls junge Bäume, die im Zuge der Baumoffensive gepflanzt wurden. Weitere Vergabeleistungen zur Wässerung von Bäumen befinden sich derzeit in der Vorbereitung. Der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg begrüßt und vergibt Baumpatenschaften zur Unterstützung bei der Bewässerung.

    Im Rahmen der saisonalen Wässerung werden täglich zwischen 50.000 und 60.000 Liter Brauchwasser ausgebracht. Hinzu kommen noch diverse Bewässerungsanlagen und stationäre Schlauchsysteme. So werden bei der Baumbewässerung in einem etwa zweiwöchentlichen Rhythmus circa. 60 bis 100 Liter Wasser pro Baum ausgebracht.

    Ungeachtet dieser umfangreichen Bewässerungsmaßnahmen sind die Gärtnerinnen und Gärtner des Eigenbetriebes in Trockenperioden auf kommunalen Flächen für jede Unterstützung von Bürgerinnen und Bürger dankbar. Aus diesem Grund appelliert der Betrieb gemeinsam mit der Interessenvertretung „Runder Tisch Magdegrün“ an die Bürgerinnen und Bürger, Gießpatenschaften für ausgewählte Gehölze zu übernehmen, um unser Stadtgrün über heiße Trockenperioden zu bringen. Darüber hinaus hält die Interessenvereinigung die Magdeburgerinnen und Magdeburger dringend dazu an, Bäume und Sträucher in Gärten, vor der Haustür und in den einzelnen Stadtteilen mit Eimern, Schläuchen oder Gießkannen zu wässern.

    Wer also aktiv werden möchte, kann einem Jung- oder Straßenbaum vor der eigenen Haustür mit einem oder mehreren Eimern Wasser sicher einen Gefallen tun und die Stadtgärtner*innen, aber auch das private Grün etwas unterstützen. Optimal wäre Zisternenwasser zum Gießen der Bäume. (PM LH MD)

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