Samstag, 25. Mai 2024
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    Befragung zur Gestaltung des Scholl-Denkmals: Stadtrat hat Bürgerbeteiligung beschlossen

    In Erinnerung an die Geschwister Scholl soll im gleichnamigen Park ein Denkmal errichtet werden. Dafür stehen drei verschiedene Entwürfe zur Auswahl, über die ab Mittwoch dieser Woche die Magdeburgerinnen und Magdeburg abstimmen können. Dies hat der Stadtrat auf seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag beschlossen.

    „Der Beschluss des Stadtrates, den Magdeburgerinnen und Magdeburgern die Entscheidung zu überlassen, ist ein weiteres Beispiel für die umfassende Bürgerbeteiligung in der Landeshauptstadt und entspricht unserem kürzlich eingeführten Beteiligungskonzept“, betont Oberbürgermeisterin Simone Borris. „Ich bin gespannt, welcher Entwurf in der Bevölkerung auf die größte Resonanz stößt.“

    Interessierte können sich ab 10. April im Internet unter www.magdeburg.de/beteiligung oder unter anderem in den Bürgerbüros, im Alten Rathaus, der Stadt- und den Stadtteilbibliotheken, in der Volkshochschule oder dem Konservatorium „Georg Phillip Telemann“ beteiligen. Auch im Familieninformationsbüro, im Geschwister-Scholl-Gymnasium und in den Magdeburger Museen ist die Beteiligung möglich.

    Die Befragung endet am 23. April. Unter der Rufnummer 0391/ 540 2822 oder per E-Mail an beteiligung@stadt.magdeburg.de sind Rückfragen möglich.

    Hintergrund

    Die Geschwister Hanns und Sophie Scholl gelten noch heute als bedeutende Symbolgestalten eines an humanistischen Werten orientierten Widerstandes gegen das totalitäre NS-Regime innerhalb Deutschlands. Mit den Aktionen der „Weißen Rose“ demonstrierten sie ihre Form des Widerstandes gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft. Ziviler Ungehorsam und der Glaube an das Gute im Menschen standen dabei im Mittelpunkt.

    Statt wie die Mehrheit der Deutschen zu schweigen, nannten sie die Verbrechen des Hitler-Regimes beim Namen. In ihren Augen machte sich jeder mitschuldig, der nicht gegen das bestehende Unrecht aufbegehrte. Insofern war Handeln für sie eine Verpflichtung, die sie selbst unter hohem persönlichem Risiko eingingen.

    Der ehemalige Königin-Luise-Garten an der Walther-Rathenau-Straße erhielt 1951 den Namen der Geschwister Scholl. Eine Gedenktafel im Park erinnert an die beiden antifaschistischen Widerstandkämpfer. (PM LH MD)

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