Montag, 22. Juli 2024
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    Angriff auf Mitglieder der Linksjugend unmittelbar vor dem Landtag

    Am 13. Februar 2023 kam es zu einem gewalttätigen und bewaffneten Überfall von namentlich zum Teil bekannten Neonazis auf Mitglieder der Linksjugend [‘solid] Magdeburg, dem Jugendverband der Partei DIE LINKE und Personen anderer linker Strukturen. Der Überfall ereignete sich im Nachgang an die GEW-Großkundgebung direkt vor dem Landtag.

    Als die Linksjugend-Mitglieder gegen 17:30 Uhr den Domplatz verlassen wollen, werden sie von vier Neonazis aus dem Umfeld des inzwischen aufgelösten Stützpunktes der „Neue Stärke Partei“ bedrängt und beleidigt. Einer der Neonazis hantierte dabei mit einer Glasflasche, welche er wie einen Schlagstock hielt, ein anderer hatte ebenfalls eine Glasflasche zur Bewaffnung dabei. Zwei der Faschisten hatten sich mit Beginn des Übergriffes einen Zahnschutz angelegt.

    Daraufhin kommt es zum ersten Angriff durch einen namentlich bekannten Neonazi , der eine Person stößt, sodass dessen Brille abfällt. Sekunden später wird ihm von einem anderen Täter auf den Hinterkopf geschlagen. Ein Mitglied der Linksjugend kam dieser Person zur Hilfe und wich zunächst einem Schlag mit einer Bierflasche aus. Außerdem erhielt dieser einen Schlag aufs Jochbein und wurde gegen den Oberschenkel getreten. Dabei erhielt dieses Mitglied eine Jochbeinprellung und eine Gehirnerschütterung.

    Nach diesem ersten Angriff versuchen die Linksjugend-Mitglieder den Ort zu verlassen. Der Täter ruft direkt vor dem Landtag stehend „Heil Hitler!“ und zeigt den Hitlergruß. Die Neonazis werden immer aggressiver und nehmen die Verfolgung auf. Einer von ihnen zieht dabei einem Linksjugend-Mitglied an den Haaren und hält es fest, sodass ein weiterer namentlich bekannter Neonazi ihm mit der Faust auf die linke Wange schlagen kann. Es gelingt der Gruppe zu fliehen. Wenig später trifft die Polizei mit Blaulicht ein, übernimmt die Situation und nimmt die Personalien der Täter auf.

    Am nächsten Tag stehen dieselben Neonazis wie so oft am Willy-Brand-Platz, trinken Alkohol und pöbeln aggressiv Menschen an, alles unter den Augen der Bundespolizei.

    Der Angriff am 13. Februar 203 wurde zur Anzeige gebracht. Umfangreiches Video- und Filmmaterial, mit dem die Täter zweifelsfrei identifiziert werden können, liegt vor. Als Stadtverband der Magdeburger LINKEn fordern wir eine rasche Antwort des Rechtsstaates: „Wir stehen solidarisch an der Seite unseres Jugendverbandes und allen anderen, die Opfer von rechter Gewalt werden. Es kann nicht wahr sein, dass aggressive, gewalttätige und bewaffnete Neonazis selbst nach einem dokumentierten Überfall vor dem Landesparlament, dem hohen Haus der Demokratie, wieder auf öffentlichen Plätzen Leute angehen und einschüchtern können, als wäre nichts passiert. Wenn die Prämisse von der „wehrhaften Demokratie“ wirklich ernst genommen wird, müssen die Ermittlungsbehörden hier entschlossener agieren und die Täter aus dem Verkehr ziehen, bevor sie erneut zuschlagen.“ (PM DIE LINKE. Stadtverband Magdeburg)

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